Geometrie II (Sommersemester 2001)
Organisatorisches
| Veranstaler: |
Hauke Klein |
| Vorlesungstermine: | Di, Do 9-11 |
| Hörsaal: |
Di: K (vierter Stock) Do: G (grosser Hörsaal) |
| Skript |
Download |
|
Diese Vorlesung setzt die
Vorlesung Geometrie I aus dem Wintersemester 2000/2001 fort. Die Themen
dieses ersten Teils sind weitgehend standardisiert, während der Inhalt
des zweiten Teils stark vom jeweiligen Veranstalter abhängt. Insbesondere
macht es durchaus Sinn Geometrie II zu besuchen, selbst wenn man den ersten
Teil noch nicht gehört hat.
Wie im Vorlesungskommentar
erwähnt können Sie zur Orientierung
das Skript zu Geometrie I oder die im Aufbau befindlichen
Informationsseiten zur Inzidenzgeometrie
verwenden.
Auch für diese Vorlesung existiert ein
Skript.
Zur Zeit allerdings nur bis zum ungefähren Stand der
Vorlesung und in Einzelkapitel aufgeteilt.
Die Vorlesung Geometrie II soll sich in diesem Semester hauptsächlich
mit der Theorie topologischer
projektiver Ebenen beschäftigen. Der Startpunkt dieser Theorie
ist das Studium der vier klassischen projektiven Ebenen, d.h. der
Ebenen über den Körpern der reellen und komplexen Zahlen,
dem Schiefkörper der Quaternionen und dem
Alternativkörper
der Oktaven. All diese Ebenen tauchen in vielerlei Zusammenhängen
immer wieder auf, selbst die zunächst etwas exotische Oktavenebene
begegnet einem
sogar in der Physik.
Momentan ist für die Vorlesung der folgende Ablauf geplant. Zur
Zeit ist dies noch ein erster Entwurf, und muss nicht unbedingt mit
der späteren Realität übereinstimmen.
§1 Einleitung
Eine kleine begriffliche Einordnung. Dieser Abschnitt hat mit dem
Rest der Vorlesung eigentlich nichts zu tun, und kann auch ignoriert
werden.
§2 Topologische projektive Ebenen
Der Begriff einer topologischen
projektiven Ebene
wird definiert, und es werden die wenigen Aussagen gezeigt, die
man über derart allgemeine Strukturen beweisen kann.
§2A Topologie
Eine kurze Zusammenstellung der benötigten topologischen
Grundbegriffe für §2.
§3 Desarguesche topologische projektive Ebenen
Dieses Kapitel behandelt die Bestimmung der
desargueschen
topologischen projektiven Ebenen.
Ist E ein dreidimensionaler Vektorraum über einem topologischen
Schiefkörper K, so machen wir die
projektive Ebene über E
zu einer topologischen projektiven Ebene. Hierzu führen wir
allgemeiner eine Topologie auf der Grassman Varietät der k-dimensionalen
Teilräume einen endlichdimensionalen Vektorraums E über
einem topologischen Schiefkörper K ein. Dies ist dann später
auch zur Behandlung von
Translationsebenen
nützlich.
§3A Quotiententopologien
Dieser kurze Anhang behandelt den Begriff einer Quotiententopologie,
der bei der Konstruktion der Grassman Varietäten benötigt
wird.
§4 Lokalkompakte topologische projektive Ebenen
In diesem Abschnitt spezialisieren wir uns auf den lokalkompakten
Fall, und kommen dann zur wichtigsten Situation zusammenhängender,
kompakter topologischer
projektiver Ebenen.
Wir zeigen, dass lokalkompakte topologische projektive Ebenen
separable metrische Räume sind. Weiter sind Punkt- und Geradenraum
einer zusammenhängenden, kompakten projektiven Ebene beides
Peano Kontinua.
§4A Lokalkompakte Räume
Zusammenstellung einiger benötigter Tatsachen zur
Topologie lokalkompakter Räume.
§4B Faserbündel
Wir führen den Begriff eines (lokal trivialen) Faserbündels
ein, und beweisen die Sätze die in §4 und §5 benötigt
werden. Insbesondere klassifizieren wir alle Faserbündel über
der Kreislinie S1.
§4C Lokalkompakte topologische Schiefkörper
Eine kleine Übersicht über die Klassifikation der lokalkompakten
topologischen Schiefkörper.
§5 Zweidimensionale kompakte projektive Ebenen
In diesem Paragraphen wird die Topologie zweidimensionaler projektiver
Ebenen untersucht. Insbesondere zeigen wir, dass Punkt und Geradenraum
dieser Ebenen stets homöoomorph zur reellen projektiven Ebene
sind.
§5A Topologische Dimension
Dieser Anhang führt den Begriff der Dimension eines
topologischen Raums ein, und es werden die Grundeigenschaften
der Überdeckungsdimension bewiesen. Weiter geben wir
einige darüber hinausgehende, von uns benötigte,
Tatsachen an.
§6 Kollineationen topologischer projektiver Ebenen
In diesem Abschnitt untersuchen wir die Kollineationsgruppe
einer zweidimensionalen kompakten projektiven Ebene, und beweisen
einige Kennzeichnungen der desargueschen Ebene. Die weitere
Klassifikation dieser Ebenen wird kurz vorgestellt, aber nicht
weiter diskutiert.